Beratungsresistenz

Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich das Wort „beratungsresistent“ höre. Heute fand ich einen Textabschnitt, der das Problem und seine Lösung sehr gut auf den Punkt bringt:

„Unter Kolleginnen und Kollegen fielen oft Wörter wie ‚die wollen nicht‘, ‚er ist beratungsresistent‘, ’sie zeigt Widerstand‘ oder ‚die sind so unmotiviert‘. Ich sage Ihnen, ich habe es satt! Ich will von diesen Konstruktionen nichts mehr wissen.

Es gibt keine beratungsresistenten, widerständigen und unmotivierten Menschen. Was es jedoch geben kann, sind beratungsresistente, widerständige und unmotivierte Prozessbegleiterinnen. Ich halte mich in diesem Fall treu an Steve de Shazer, von dem man sagt, dass er den Widerstand im Garten hinter seinem Haus begraben hatte.

Wenn es so etwas wie Widerstand geben würde, zeigt dieser einerseits eine normale menschliche Schutzfunktion und andererseits signalisiert es dem Prozessbegleitenden, dass er/sie die Strategie ändern sollte. Kommunikation ist eben keine Einbahnstraße.

Fakt ist: Menschen sind kooperativ und motiviert, wenn sie sich selbstbewusst und autonom erleben und die Veränderung ’sexy‘ ist.“

Gefunden in: Tom Küchler: Veränderung muss sexy sein, Dortmund 2016, 8

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